Mittwoch, 5. November 2008

Rieseninsekten, kalte Abende und chillige Arbeit.

So nachdem ich vor 1h im Caravanpark gefragt habe, wo es hier Internet gibt und was es kostet wurde mir gesagt um diese Uhrzeit nurnoch hier 15 Minuten 2AU$.
Deswegen dachte ich mir suchte mal nach einem ungeschütztem Drahtlosem Netzwerk, kann ja auf einem Dorf nicht so schwer sein.
Gleich am 3. Haus Richtung Stadt vom Caravanpark aus, fand ich sogar gleich 2, naja nun Dörfler leben nun scheinbar doch hinterm Mond, zumindest in Australien. Nun sitze ich hier auf der Straße, weil der Bordstein und das Gras von Ameisen besetzt sind und schreibe Blog.

Bevor ich zu den Tagesthemen komme, erstmal das, was die Welt von morgen gestern bewegte.

Am Montag haben wir noch den großteil des Tages im Hotel verbracht und sind dann gegen 18 Uhr nach Coleambally gefahren, wo wir ohne Probleme seitens des Autos ankamen. Bevor wir jedoch Griffith verlassen haben, kauften wir uns noch ein Fliegennetz für den Kopf, welches wir bei der Arbeit und auch teilweise beim rumsitzen im Caravanpark dringend benötigen.
Den Caravanpark fanden wir direkt, da sich der Ort doch als kleiner rausstellte als gedacht. (Nur 600 Einwohner)
Auf dem Caravanpark wurden wir von einem etwas verrückten, Bewohner eingewiesen, der scheinbar Dauercamper hier ist und die Besitzer unterstützt, wenn diese nicht da sind.
Danach haben wir die Innenstadt besichtigt.
Dies war ein berauschendes 30 minütiges Erlebnis, wovon 20 Minuten Hin- und Rückweg waren. Die Innenstadt besteht aus einer Straße mit knapp 10 Läden, einer Bankfiliale und einem Pub. Als es dann dunkel wurde, wurde uns dann auch bewusst, dass es im Outback wirklich ganz schön kalt werden kann, da wir alle des Nachts kaum aber frühs frieren.



Am Dienstag, begann der Tag spektakulär, als wir gegen 10 Uhr aufgestanden waren, entdeckte Hannes kurze Zeit später eine Gottesanbeterin in der Dusche, welche ich sogleich als mein Haustier annektierte. Danach haben wir weiter unsere Zeit abgesessen, haben zu unserem Caravanplatz noch ein kleine Häuschen zur Nutzung von Küche und Sitzplätzen gratis bekommen.(kostet eigenlich 45 AU$ die Nacht wir zahlen nur 25)
Danach kauften wir noch ein paar Dinge und bereuten es ein wenig uns nicht in Griffith eingedeckt zu haben.
Am Abend legte ich meine Joggingrunde so, dass wir vielleicht morgen schon genau wüssten, welche Farm es ist, jedoch fand ich es nicht wirklich.
Spät am Abend entdeckten Hannes noch eine Riesenameise, welche doppelt so groß war, wie die normalen Riesenameisen Australiens.
Irgendwie sind hier fast alle Insekten Überdimensional groß.
Aber da wir uns ja alle bekanntermaßen mit Übergrößen auskennen, konnten wir auch die Ameise ohne Probleme händeln.
Etwas schade war, dass Hannes Ameise, und meine Gottesanbeterin, keine besondere Lust zeigten, sich gegenseitig in einem Glas, zu bekämpfen. So liesen wir beide am Abend frei.



Heute war dann unser erster Arbeitstag. Gegen 5 Uhr sind wir aufgestanden um dann gegen 6:30 Uhr loszufahren. Gegen 6:40 hatten wir es dann auch schon gefunden, da der Farmbesitzer sich dachte, dass wir wie jeder andere vorbeifahren würden und so auf uns gewartet hat, um uns ein nach dem vorbeifahren direkt einzufangen.
Der Farmbesitzer war nett und freundlich und gab uns verschiedene Aufgaben.
Hannes und ich mussten als erstes Bündel von kleinen Weinreben ausgraben um sie dann, einzeln in einer Linie wo anders mit dne Wurzeln nach unten wieder einzugraben. Frie und Tom mussten derweil ca. 2,2m hohe Holzpfosten aufladen. Danach musste die beiden mit einem Pickup das Feld langfahren, alle 5m anhalten um ein Loch durch Wasserdruck in die Erde zu bohren und einen der Holzpfosten daneben zu legen, welcher dann mit einer speziellen Einhämmer-Apparatur auf einem Traktor, welcher aus verschiedenen Gründen anfangs permanent den Geist aufgab, durch den Farmbesitzer in eines der Löcher gehämmert wurde.
Später als Hannes und ich fertig waren, halfen wir dann dann bei der Sache mit dem Pfahlverteilen während Tom die Pfeiler für den Landwirt hinstellte.
Als letztes bohrte Frie dann allein weiter Löcher, während Tom immernoch half und Hannes und ich die Weinsträucher am Stamm von Ästen befreiten und in die richtige Wachstumsposition lotsten.
Allgemein, war es eine sehr angenehme Arbeit.




Sonst gibts halt nurnoch anhand des wundervollen Siegs Barack Obamas zu sagen.
Believe in Change. Wir für unseren Teil fangen gerade damit an.
Achja ihr habt es geschafft. Diese Seite wurde nun nach knapp 2 Monaten reisen über 2000x besucht. Hoffentlich schaffen wir es am Ende noch bis zur 10000.

Eure Wild (Cow)Boys

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also ich hoffe euch ist bewusst das 200 klicks definitiv auf mich (im monat) gehen...

Anonym hat gesagt…

hallo ihr 4!
wir sind sehr froh mal wieder positive nachrichten bezüglich der arbeitssituation zu hören... und dass es dann auch noch so entspannt klappt, ihr habt echt ein glück!

eure pläne bzgl. der nächsten 2 monate klingen ja echt schön. silvester in sydney muss wirklich der hammer sein - das dürft ihr nicht verpassen. wir hoffen, dass ihr die pläne auch umsetzen könnt :-)

ansonsten gibt's kaum was neues von hier. das trübe wetter nervt - und die dunkelheit auch. wir beneiden euch für die 30°. aber weihnachten in der wärme empfinde ich auch als strange...

als denn
macht das beste draus, benehmt euch und bleibt sauber ;-)

Anonym hat gesagt…

Hey Frie, such dir öfters mal ungesicherte Netzwerke oder fang gleich an, WLAN-Netze professionell zu hacken :)

Erschienst im icq auf jeden Fall absolut unerwartet! Hoffe die (kurze) Nacht hat dir noch gereicht.

Cooles Ungeziefer, was ihr da habt...