Schon wieder wurden die Deutschen getrennt. "Niemand hat(te) die Absicht eine Mauer zu errichten", und dennoch ist sie da. Auch wenn sie dieses Mal nur aus Outback besteht.
Nach unserem schweren, langwierigen, traurigen, deprimierenden und tränenreichen Abschied von den 2 Sydneyern (wie ich Tom und Frie ab jetzt einfach nenne), ging unsere Arbeit am Montag weiter. Es hat sich nicht wirklich viel geändert: unsere primitiven Gespräche drehen sich meist immernoch um den selben Müll (der es nicht wert ist, erläutert zu werden), wir gehen weiterhin jeden Tag bei Coles einkaufen und sitzen immernoch gern vor dem Hotelfernseher und gucken langweilige Sendungen. Die einzigen Neuigkeiten beziehen sich auf die Arbeit.
Wir durften das ATV fahren (All Terrain Vehicle - ich als würde sagen, es ist ein Quad). Das macht ein Spaß! Wir werden uns bestimmt mal 4 ausleihen, wenn wir noch weiter im Outback sind; bei Alice Springs zum Beispiel.
Nachdem wir uns (bis jetzt zumindest) erfolgreich gegen Ornitose gewehrt haben, stehen wir nun vor neuen Gefahren: Chemikalien!
Erschreckender Weise begann unser Montag mit Lesen. Shane, unser Boss, gab uns einige Blätter, die uns über die Gefahren der Chemikalien informieren sollen, die wir bis jetzt benutzt haben und weiteren die wir benutzen müssen (klingt komisch; aber das hat wohl mit dem australischen Gemüt zu tun, dass man Belehrungen nachträglich macht). Denn nun müssen wir, nachdem wir unsere Freunde, Hühnerkacke und Staub, aus dem Stall geschickt haben, auch noch Bakterien und Insekten mit Chemikalien jagen. Wie immer einfach ein bisschen rumsprühen, ABER! Achtung, Achtung! dieses Mal mit Gasmaske, Regencape, Gummischuhen und -Handschuhen (siehe Bild). Denn die neuen Gifte können unschöne Folgen, wie Brechreiz, Augenschäden, Haut- und auch Atemwegsverätzungen, verursachen. Aber wir sind ja jetzt gewarnt!
Eventuell durch diese Gifte benebelt (zumindest schieb' ich die Schuld einfach darauf), habe ICH, toll wie ich bin, den Traktor in das hintere Tor eines Hühnerstalls gejagt. Traktor heil, Tor verborgen. Shane nahm's gelassen; höchstwahrscheinlich hat er damit gerechnet, dass irgendwas irgendwann Schaden nimmt. Oli's erste Idee: wir machen den Schaden rückgängig, indem wir einfach von der anderen Seite ins Tor fahren. Amüsanter Weise hat es Shane auch so machen wollen bzw. gemacht.
Oli konnte es heute scheinbar nicht auf sich sitzen lassen, dass er der Farm noch keinen Schaden zugefügt hat. Also, beschädigte er die Pumpe, die zwischen Traktor und Wasseranhänger liegt, beim rückwärts fahren. Pech für Oli; ohne großen Aufwand, wurde es wieder repariert. Ich habe gewonnen! Muhahaha den von mir verursachten Schaden sieht man immernoch.
Bin gespannt, was die Sydneyer (hoffentlich bald) von sich berichten.
Ich geh dann mal.
Gruß aus dem kai-lsten Ort der Welt, Griffith.
1 Kommentar:
Glückwunsch hannes xD
aber ich mein die idee von wegen einfach von der anderen seite dagegen fahren is echt lustig :D
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