Mit diesen drei Worten melde ich mich auch mal wieder aus Down Under, denn besser lassen sich die vergangenen Tage nicht beschreiben. Was zuerst kam, waren die Pannen. Donnerstag früh, kurz nachdem wir frisch gestärkt den Zeltplatz verlassen und den Tank unseres '85er Vans aufgefüllt hatten, ging das Auto das erste Mal mitten während der Fahrt aus. Da der Wagen sofort wieder anspring, schenkten wir dem Zwischenfall keine größere Aufmerksamkeit. Später auf der Fahrt nach Sydney verweigerte er jedoch immer häufiger seinen Dienst, wir blieben in Staus, an Steigungen und Ampeln hängen, was uns in Kontakt mit hilfreichen Bauarbeitern, Straßenputzern und ungeduldigen Autofahrern brachte, denn mehrmals mussten alle bis auf den Fahrer aussteigen und das Auto von einer Kreuzung oder einer Brücke schieben. Zuerst gingen wir noch von einem Problem der Elektronik aus, doch je öfter der Wagen in der heißen australischen Sonne liegen blieb, umso mehr nahm der Gedanke an ein defektes Kühlsystem Gestalt an. Doch was genau unserem Kleinen fehlte, konnten wir absoluten Mechanikunwissenden natürlich nicht erkennen. Professionelle Hilfe war also erforderlich. Und hier kam das Pech ins Spiel, denn unser Van hatte sich genau das falsche Wochenende rausgesucht, um kaputt zu gehen. Da ein langes Wochenende bevorstand und zumal auch noch Ferien sind, war jede sch*** Werkstatt absolut überfüllt. Nach dem wir uns nach einer weiteren Nacht im Auto am Freitag in Sydney von Werkstatt zu Werkstatt durchgefragt haben, sind wir irgendwann bei einem deutschsprachigen Mechaniker gelandet, der uns einen defekten überhitzten Stromverteiler diagnostiziert hat. Um ein Ersatzteil zu bekommen, mussten wir Sydney aber erstmal wieder verlassen und Schrotthändler im Umland aufsuchen. Doch aufgrund der 30 Grad im Schatten, einer überfüllten Stadt und unzählig vielen roten Ampeln wurde uns schnell bewusst: Dieser Weg wird kein leichter sein. Also ging es los mit Stop&Go durch Sydney. Nachdem wir unser Mädel wohlbehalten in ihrem Hostel abgegeben haben, tuckerten wir Richtung Westen, gaben aber ca. zwanzig Kilometer stadtauswärts auf und beschlossen die restlichen 450 km in der kühlen, verkehrsberuhigten Nacht zu fahren. Und so kamen wir dann heute früh gegen vier Uhr nach insgesamt 1600 km und fünf Tagen Reisen in unserer Zielstadt Griffith an. Auf unserem Weg sind uns auch ein Frosch, ein Kaninchen und ein Opossum begegnet, wobei wir uns nur bei dem Opossum sicher sind, das es eine Begegnung mit unserem Reifen hatte und nicht mit viel Glück davon gekommen ist. Die Suche nach einem Schrotthändler haben wir erstmal auf die nächste Woche verschoben, genau wie den längst überfälligen Wechsel der Vorderreifen.
Um dem Titel nun noch gerecht zu werden, kommen wir nun zu den Pleiten. Unsere Jobmöglichkeit in der Weinfabrik liegt vorerst auf Eis und aufgrund eines schlechten Monats sieht es auch mit Fruit-Picking-Möglichkeiten rar aus. Wir lassen uns jedoch nicht davon beirren und gehen morgen wieder auf die Suche nach Arbeit in Griffith - New South Wales - Australien.
1 Kommentar:
nunja klingt ja schon eher schlecht als recht aber egal ich denke ihr werdet auch wieder glück haben und ne arbeit finden (um mit dem geld die rechnung für die reparatur zu bezahlen;)) ich wünsch euch weiterhin viel erfolg Markus G.
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