Samstag, 20. September 2008

Verfehlte Ziele, die Odyssee





Gestern war Freitag, eigentlich ein Arbeitstag, aber da es kaum Arbeit gab in den letzten Tagen haben wir uns freigenommen um noch ein paar wichtige, organisatorische Dinge zu tätigen. So stand heute auf dem Tagesplan:
Hostel (unsere stinkende Kühltruhe säubern, etc.)
Brisbane (im Post Office Steuernummer und Geldkarte abholen)
Byron Bay (Auto Registrierung ändern) und
Nimbin (die gesetzesfreie Zone ansehen).
Aufgestanden um 7:30 Uhr machten Frie und ich uns auf die Kühltruhe zu reinigen, welche nach irgendwas undefinierbar ekligem gerochen hat. Nach einer Stunde war dies erledigt und es wurde zu viert gefrühstückt.
Gegen 11 Uhr gings dann los, kaum 15 Minuten später auf dem Highway fiel uns auf, dass wir nun vergessen hatten zum Post Office in Brisbane zu fahren... aber umdrehen wollten wir auch nicht so verschoben wir dies einfach auf irgenwann nächste Woche.
Unterwegs mussten wir noch eine Tankstelle suchen, was sich in Australien auch nicht immer als leicht rausstellte, allgemein sind Tankstellen hier teilweise sehr rar gesäht.
In Byron Bay angekommen, von welchem wir uns viel erhofft hatten, das fast jeder hoch gelobt hatte, waren wir eher enttäuscht... es wurde als besser als Surfers Paradies beschrieben, jedoch trifft dies vielleicht nur für Surfer zu, oder es schien einfach durch den wolkenverhangenen
Himmel nicht im vollen Glanz zu erstrahlen... so war es für uns eher ein Dorf, mit vielen kleinen Läden voller Accessoirs und Kleidung... jedoch nahmen wir uns trotzdem gut 1 1/2 Stunden um mal den Strand und einwenig die Stadt zu erkunden.
Unser eigentliches Ziel, die Änderung der Autoregistrierung, konnten wir hier leider nicht verwirklichen, da dies als nächstes im 40km südlichen Ballina möglich wäre.
So ging es weiter Richtung Süden über Lennox Head, wo wir auf einem Aussichtspunkt halt machten und ein paar Paragleiter beobachteten und ein wenig an der steilen Felsküste entlang wanderten und das Panorama genossen.
In Ballina, fanden wir dann auch nach etwas längerem suchen, ein Office, welches es uns ermöglichen würde, unseren Van auf uns umzutragen, jedoch, wurden wir auch hier wieder kurz vorm Ziel gestoppt, da wir keine feste Adresse, bzw. eine Rechnung von einem Hostel in NSW hatten. So hieß es dann Fahrerwechsel und auf im anfänglichen Schein der Dämmerung und großteils im Dunkel der Nacht nach Nimbin.
Die Route hatte bis Lismore gestimmt, aber irgendwie, waren wir dann doch vom Weg abgekommen und mussten dann eine, asphaltierte, aber schon sehr abgefahrene, mit vielen Schlaglöchern behafftete, total unbeleuchtete Outback-/Waldstrecke fahren(fast keine Schilder, nahezu keine Rückstrahler am Fahrbahnrand, kein Fahrstreifen). Auf dieser Strecke hatte auch die House und Technomusik ausgedient, anstelle ihrer trat die Stille und alle möglichen Horrorepisoden wurden erzählt, von Killern mit Mähdreschern die uns samt Auto direkt zerhäckseln, Zombiehorden, bewaffnet mit Mistgabeln, Fackeln und Äxten die uns vielleicht hinterherjagten, Kettensägenmördern, etc.
So wurde auch schnell mal eine Schule, zur Irrenanstalt deklariert, in welcher die Irren die Kontrolle übernommen haben könnten und nur auf uns warten. Ich glaube wenn ich dies weiter fortsetzen würde, dann würde das die Internetseite sprengen.
Nach 15km hielten wir an obwohl uns allen langsam nichtmehr so wohl bei der Sache war und fragten in einem Haus nach wo, es denn nach Nimbin ginge und uns wurde ein Weg beschrieben.
Kaum wollten wir wieder losfahren steckten wir durch das Wendemanöver im Gras fest und der Wagen bewegte sich nicht mehr... so mussten Hannes, Frie und Tom durch ihre blose Muskelkraft den Wagen etwas Nachhilfe geben, während ich Bleifuß spielen durfte.
30 Minuten später waren wir dann auch in Nimbin (19:15 Uhr). Dort war fast alles geschlossen bis auf ein Laden, welcher alle Möglichen Kräuter, Naturheilmittel und anderen Hippiekram anbot und natürlich die örtlichen Pubs.
Nach ca. 45 Minuten waren wir wieder aus Nimbin verschwunden und ab ging es Richtung Brisbane, über eine weitere dunkle und unbekannte Straße, welche anfing mir Spaß zu machen, da es doch deutlich anspruchsvoller war als Autobahn fahren (aber auch deutlich gefährlicher mit teilweise 100er Schildern und unausgeleuchteten bis zu 300° Kurven, wo man dann doch von 60 auf 30-40 runterbremsen musste). Welche aber bald zu einer besser ausgebauten Landstraße wurde. Gegen 23 Uhr waren wir dann auch endlich wieder im Hostel und konnten in unsere Betten gehen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Autofahrt wäred er perfekte Nervenkitzel für mich gewesen... geile Sache!!! Das erinnert mich an so viel Horrorstreifen,aber mir ist da auch ganz mulmig zu mute! Also schön,dass es euch gut geht!! Freu mich auf weitere Blognachrichten von euch. Hab euch alle lieb. Vivi

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr vier
ich hab endlich herasu gefunden wie ich ein kommentar zu euern beiträgen schreiben kann. juhu. Ich hab nämlich die ganze zeit gedacht, dass ich das nie hinbekommen werde, weil frie ja nich da is und er mir in computer-sachen doch immer hilft.
aber was ich eigntlich sagen wollte ist, dass ihr doch auch ruhig mal auf euern fotos lächeln könnt. :)
Aber das is schön, dass ihr so viel über euern Aufenthalt dort unten schreibt.
Hab euch auch alle lieb. Anna